Dass zwischen Theorie und Praxis manchmal Welten liegen, ist ja allgemein bekannt. Am eigenen Leib erfahren durften wir Trainees von Maisberger das an einem Wochenende im April: Freitag und Samstag fand die Weiterbildung „Präsent interagieren – interaktiv präsentieren“ mit Frau Dr. Lochner statt. Dabei ging es darum, uns für unterschiedliche Anlässe, bei denen wir präsentieren müssen, fit zu machen.
Nicht nur das Wie, sondern auch das Was ist entscheidend
In der Schule oder an der Uni – bei Referaten hat man die gängigen Tipps für gutes Präsentieren meist mehr als einmal gehört und inzwischen verinnerlicht: Blickkontakt, mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, Hände weder verschränken noch einfach hängen lassen. Langsam, laut und deutlich artikulieren – theoretisch alles sehr einleuchtend! So weit, so gut! Entscheidend ist dabei aber auch, was man inhaltlich unter die Leute bringt. Erst wenn beides, also Inhalt und Präsentation stimmig sind, kann man das Publikum thematisch abholen und führen.
Sitzen oder Stehen…
…und wohin mit den Händen? Wenn man nicht gerade das Glück hat, an einem Flip Chart zu präsentieren oder etwas zu zeigen, hat man häufig das Problem, seine Hände irgendwo ansehnlich unterzubringen. Aber wo? Bei zahlreichen Übungen durften wir direkt in medias res gehen und uns selbst ausprobieren. Dabei präsentierten wir uns selbst und das Unternehmen Maisberger, schlüpften in die Rolle von Journalisten oder Kunden und spielten so allerlei Situationen nach. Und wenn einem trotzdem mal die passende Antwort gefehlt hat? Dann hatte unsere Trainerin die perfekte Strategie in petto, mit der man auch unangenehme Situationen bravourös meistert.
Lampenfieber: In guter Gesellschaft
Fast jeder kennt es, aber kaum einer gibt gerne zu, dass er darunter leidet: Lampenfieber. Wer vor Leuten sprechen muss, ganz gleich ob vor Kollegen oder vor Kunden, kennt dieses nervöse Kribbeln, bei dem man am liebsten nur noch die Flucht ergreifen würde. Frau Dr. Lochner erzählte uns, dass rund 95 Prozent aller Menschen unter dieser speziellen Aufregung leiden, wenn Sie vor einer herausfordernden Aufgabe stehen. Die Erkenntnis, dass ein Großteil der anderen auch unter Lampenfieber leidet, ist doch irgendwie beruhigend. Man ist in bester Gesellschaft.
Talent zur Rampensau?
Die eigenen Stärken und Schwächen beim Präsentieren aufzudecken und gezielt daran zu arbeiten hat uns Trainees viel gebracht. Festzustellen, dass die eigene Wahrnehmung oft gar nichts mit der Wirkung auf das Publikum zu tun hat, war für viele von uns eine neue und hilfreiche Erfahrung. Man muss keine Rampensau sein, um vor Leuten eine interessante und gute Rede zu halten. Wichtiger ist es, seinen eigenen Stil zu finden und diesen zu optimieren. Mit den Tipps, die uns Dorette Lochner gegeben hat, werden wir hier in Zukunft sicherlich punkten können.